daklue Aussortieren Festplatte

Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende, in dem es (nach außen) um daklue etwas ruhiger wurde. Nach meiner intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema Minimalismus und meiner Aktion „Aussortieren“, spürte ich in diesem Jahr die – durchaus positiven – Folgen. Ich konnte mich mehr auf Leidenschaften wie Yoga konzentrieren, dem Druck im Social Web ständig aktiv zu sein entgehen und ich hatte mehr Zeit für neue Wege (wie z.B. die Weiterbildung „Kochen nach den 5 Elementen“, in der ich noch stecke). Es war einfacher weniger da, was mich weiter ablenken konnte.

Doch wie das so ist, im Winter legt sich langsam das Erlebte und Gedachte. Wir blicken zurück und wägen ab: was nehm ich mit ins neue Jahr, und was kann zurückbleiben? (Eine sehr schöne Übung dazu ist der Jahresrückblick/- ausblick, den wir bereits 2013 das erste Mal gemacht haben.) Im Vergleich zum letzten Jahr sind es gar nicht mehr die materiellen Dinge, die mir zu viel sind, sondern eher die feinen, nicht direkt greifbaren. Das Bedürfnis nach Erleichterung und Befreiung von Altem ist so groß, dass ich die virtuellen Bytes wie Gewicht auf meinen Schultern spüre.  Es ist als müsse ich erst die Speicher leer machen und die Festplatte säubern, bevor ich wieder denken und etwas Neues anfangen kann. Es fühlt sich so an, als wäre da kein Platz, keine Lücke mehr für kreative Ideen.

Und so in der Art sieht es auch auf meinem Rechner aus. Daten ohne Bewertung abgelegt, gesammelt, gespeichert, gehortet. Dieser Zustand macht mich mittlerweile genauso nervös wie vollgepackte Kisten auf dem Kleiderschrank. Ich brauche erstmal eine Struktur, um wieder einen Überblick über alles zu bekommen, auch über den „Müll“. Wenn schon aussortieren, dann geordnet.

Meine Tipps für eine aufgeräumte Festplatte

E-Mail Postfach aussortierenE-Mail Postfächer

So schön meine Struktur von lokalen Ordner im Mailprogramm auch ist, so schön lassen sich diese auch „zumüllen“. Bisher habe ich es mir angewöhnt alle Mails, die reinkommen erst A) kurz zu sichten und dann B) nach Fertigstellung (z.B. von einem Projekt) in den entsprechenden lokalen Ordner zu schieben. Vorteil: erstmal aus den Augen! Nachteil: nicht aus dem Sinn bzw. von der Festplatte! Außerdem hat man bei lokalen Ordnern kein automatisches Backup, wie es sonst der Fall beim IMAP-Mailkonto wäre, bei dem die Mails zumindest zur Sicherheit noch auf dem Server liegen.

Fazit: Ich schaue genau durch was noch aufbewahrt werden kann und was nicht, dann lege ich die Ordner direkt im IMAP-Mailkonto an.

Lesezeichen aussortierenLesezeichen

Oh je, oh je… der Anblick meiner Lesezeichen im Browser erinnert mich stark an eine verstaubte Bibliothek à la Harry Potter. Auch hier: schön strukturierte Ordner, aber ganz schön viel Inhalt. „Legst Du nur ab, oder liest Du auch?“ frage ich mich selber und nehme mir vor hier intensiv auszusortieren. Keine Frage, es gibt mittlerweile sicherlich andere praktischere Tools um Links zu speichern und zu verwalten (wie z.B. Evernote, Pinterest oder padlet), doch hab ich mich ganz oldschool auf die einfachen Bookmarks eingeschossen. Das funktioniert über das Smartphone genau wie über die Website und gleicht sich dank Google Chrome auch noch ab.

Fazit: Weiter so, nur regelmäßiger aufräumen!

Fotos aussortierenFotos

Wenn man sie macht ist alles gut, wenn aber ein ganzes Jahr vergeht, kommt der Schreck. Was für eine Datenmenge an Fotos! Ich muss zugeben, dass ich dieses Jahr nicht minuziös darauf geachtet hab die Fotos nach dem shooten direkt auszusortieren. Was bisher aber gut funktioniert hat, um der Datenmenge her zu werden, ist die Arbeit mit Lightroom. Hier habe ich die Einstellungen so angelegt, dass nur einmal die Originaldatei importiert wird und ich von dort aus – je nach Zweck – die Fotos gezielt exportiere. Alle Bilder, die ich mit dem Smartphone knipse (was immer mehr wird), sortiere ich dort auch in Ordner und lade sie später in die Dropbox hoch. So kann ich einen guten Austausch zwischen Smartphone, Rechner und Cloud sicherstellen. Von allen Daten sind mir die Foto außerdem am Heiligsten. Deshalb gibt es dafür auch mehrere Backups auf diverse Festplatten.

Fazit: Fotos in Zukunft direkt nach dem dem Knipsen aussortieren und „weg“ ordnen.

Festplatte aussortierenBackup der Festplatte

Kommen wir zum Herzstück der gesamten Daten-Aussortier-Aktion: das Backup der Festplatte! Hier haben ich mir meine ganz eigene Logik mit verschiedenen externen Festplatten konstruiert. Es gibt eine nur für Fotos, eine nur für Projekte, eine für alles und dann noch eine mit Time Machine. Außerdem nutze ich auch verschiedene Cloudsysteme wie z.B. Dropbox für aktuellere Dateien. Doch auch hier gilt wieder: erst aufräumen, bevor aufbewahrt wird! Diesmal mache ich mir die Mühe die von mir eigens angelegten Archivordner noch mal zu sichten bevor ich sie entsorge. Früher hätte ich sie einfach mit gespeichert, jetzt kann das weg. Besonders achte ich diesmal auch auf ein Backup meiner Websites (daklue und Landlinien), das sich gut über das PlugIn BackWPup oder eben manuell über den FTP-Server lösen lässt. Das wird dann auch wieder ins Backup gepackt, so dass (hoffentlich) nichts schief gehen kann.

Fazit: Erst aufräumen, dann sichern! Außerdem nutze ich diesmal parallel auch mehr Cloudsysteme.

Und wenn alles aufgeräumt und „sauber“ ist, dann ist auch wieder Platz für Neues da. Im neuen Jahr wird es daher auch eine neue Website für daklue geben. Frischer, sortiert, weiter gedacht. Und dann – so der Plan – auch wieder mehr Beiträge und Ideen.

Und bei Euch?

Wie sieht es denn bei Euch in den Tiefen Eurer Festplatte aus? Ist da alles ordentlich oder würdet ihr gerne mal richtig aufräumen? Ich freu mich auf Eure Kommentare, Eindrücke und auch Tipps für weiter Herangehensweisen und Tools, und wünsch Euch jetzt schon einen entspannten Übergang in das neue Jahr!

 

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