Man sagt, wenn man sich etwas ganz fest wünscht, dann geht es auch in Erfüllung. Genauso kam es mir vergangenen Dienstag vor, als ich zusammen mit über 50 Menschen beim YogaMob in Düsseldorf auf der Matte im Rheinpark lag… Denn vor fast genau einem Monat lag ich ganz ähnlicher Pose beim YogaMob in Frankfurt im Rahmen der KarmaKonsum Konferenz 2011. Und war begeistert! Veranstalter Christoph Harrach hatte es geschafft über 150 Yogis vor der IHK auf dem Börsenplatz zu versammeln und für „Yoga im öffentlichen Raum“ zu begeistern. Neben einigen Teilnehmern der Konferenz und vier bekannten Yogaschulen samt Schülern aus Frankfurt, gesellte sich auch der ein oder andere Passant dazu. 45 Minuten grüßten wir die Sonne, sangen zusammen Oms und fanden gemeinsam Ruhe in der hektischen Innenstadt Frankfurts. Dieses einzigartige Erlebnis zauberte ein zufriedenes Lächeln in mein Gesicht, das noch lange über den Abend hinaus anhielt. Bereits in meinem Bericht über die KarmaKonsum Konferenz beschloß ich innerlich, daß der YogaMob auch nach Düsseldorf kommen müsse, ohne dabei zu wissen daß es tatsächlich in Kürze klappen würde…

Ist ein Wunsch einmal gedacht, wird er manchmal unmittelbar gehört und erfüllt… Die Begeisterung für ein Thema oder eine Idee bleibt, wenn sie wirklich tief von Herzen kommt, selten einsam dort liegen. Sie strömt nach außen und steckt an. So kam es, daß Birgit Damisch vom Yoga9, meinem (Wahl- und Lieblings)Yogastudio in Düsseldorf, und ich schnell darüber ins Gespräch und Schwärmen kamen. Weitere Yogis stimmten uns zu: YogaMob in Düsseldorf? Das wäre eine großartige Idee! Gesagt, getan: mit Birgit zusammen wird nicht nur gedacht sondern auch gehandelt. Keine drei Tage später saßen wir wieder in kleiner Runde zusammen und sammelten Ideen, wie man denn schnell und einfach einen YogaMob in Düsseldorf organisieren könnte. Wie ein Zeichen meldete sich gleichzeitig Christoph Harrach von KarmaKonsum bei mir, den ich ein paar Tage zuvor zwecks Erfahrungsaustausch zum Thema YogaMob angeschrieben hatte. Gerade weil ich damit nicht gerechnet hatte, freute ich mich um so mehr über das herzliche und persönliche Gespräch mit ihm. Als Ideengeber für den YogaMob und Unterstützer aus dem Hintergrund gab er mir persönlich den letzten Schubs es zu tun. (Frei nach der Zen-Weisheit „Tu es oder tu es nicht, aber höre auf es zu versuchen.“)

Im Prinzip ist es auch ganz einfach: Hab eine Idee, gib ihr einen Namen, finde ein Datum und lade alle dazu ein! So in der Art, mit doch etwas mehr Recherche, Organisation, Abwägung von Schwierigkeiten, Suche nach dem besten Ort, Planung des Ablaufs und und und stand am Ende die Einladung zum ersten YogaMob in Düsseldorf am Rhein mit dem Motto „Gemeinsam für mehr Herzlichkeit“. Über Facebook, die Yoga9 Website, Twitter, Mitglieder, die Yoga Szene in Düsseldorf und Yogafreunde verbreitete sich das Event wie von alleine. Und die Begeisterung dafür war groß. Am Ende schafften wir es über die Facebook Einladung auf ganze 42 feste und 29 unsichere Zusagen. Auch die Presse wurde auf die Aktion aufmerksam und fragte nach was hinter dem YogaMob eigentlich steckt. Kurz danach kündigte die Rheinische Post zum Einen das Event an: Yoga-Begeisterte treffen sich zum „Flashmob“. Zum Anderen waren sie an dem Tag live dabei und berichteten über den YogaMob zwei Tage später in Wort und Bild: Yoga-Flasmob: 50 Begeisterte trotzen dem Sommerregen.

Vor Ort im Rheinpark kamen tatsächlich ganze 50 Teilnehmer zusammen! Und das trotz grauer Wolken am Himmel und dem ein oder anderen kleinen Schauer. In der Mitte des Rheinparks richteten wir uns ein mit Matten und Decken. Als Birgit dann zwei große Boxen samt Anlage aus dem Auto hervor zauberte, staunte ich nicht schlecht. Headset an, kurzer Soundcheck: der Rheinpark ertönte in sanfter Yogamusik. Nach und nach kamen die teilnehmenden Yogis an. Viele bekannte Gesichter darunter, aber auch einige neue. Besonders freute ich mich über interessierte Passanten, die erst zuschauten und sich dann doch auf eine der freien Matten trauten. Einmal auf der Matte angekommen, schloßen wir die Augen und ließen uns von Birgit in 90 Minuten durch die Yoga-Praxis leiten. Erstaunlich gelenkig schien ich an dem Tag zu sein: jede Asana lief geschmeidiger als sonst, jede Bewegung ging noch ein Stück tiefer. Das Rauschen der Bäume über uns und der kühle Wind um uns, erfrischte den Geist. Durch die geschlossenen Augen schaltete ich vollkommen ab und nahm gar nicht wahr, daß wir fotografiert und beobachtet worden. Selbst der Regen, der zwischendurch auf uns runter rieselte, verband eher mit der Natur als daß er wirklich störte. Es war wieder in Frankfurt auf dem YogaMob der KarmaKonsum: als wäre es das Normalste der Welt hier zu sein. Und dann, nach der Meditation, öffneten wir die Augen und es war auch schon vorbei.

Vorbei für diesen Moment… Die Begeisterung für den YogaMob hat sich bestätigt und hält weiter an. Schon am nächsten Tag häuften sich die lobenden Worte der Teilnehmer: „War eine erfrischende Erfahrung!“, „Vielen Dank! Das war wundervoll! Und trotz unentschlossener Regenwolken haben so viele mitgemacht… juhuuuu!“, „Danke! Das hat gut getan ; ) und war wirklich eine sehr schöne Idee!!! Würde mich sehr über ein nächstes Mal freuen!!“

Wir uns auch. Daher könnt ihr gespannt sein… es wird weitergehen!

Eine Auswahl von Fotos vom YogaMob am Rhein findet ihr unter anderem hier bei flickr.

UPDATE: YogaMob hat nun auch eine eigene Website, über die man YogaMobs organisieren und bewerben kann. Außerdem ist YogaMob auch bei Facebook, Twitter und Flickr. Bei Fragen und für Tipps einfach direkt uns wenden!

6 Kommentare
  1. Birgit Damisch sagte:

    Liebe Dani,

    das ist ein wirklich schöner Artikel. Ich habe es ganz genau so empfunden. Danke für deine ansteckende Idee diesen Mob in Düsseldorf zu machen!
    Wir wiederholen es ganz bestimmt!

    Namaste!

    Birgit

    Antworten
    • daklue sagte:

      Vielen Dank! Es hat wahnsinnig Spaß gemacht so eine Idee mit Dir umzusetzen, und das in so kurzer Zeit. Das Feedback derer die da waren, aber auch die Stimmen aus der Presse und Facebook zeigen, dass wir mit Yoga auf dem richtigen Weg sind. Und das ist mir klar geworden, seitdem ich beim Yoga9 bin. :-)

      Namaste liebe Birgit! Und auf ein neues, nächstes Mal. :-)

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  2. Silke Lu Nolden sagte:

    Ganz ganz Phantastisch! Ich war sehr traurig, dass ich -statt auf der Matte- in den Laken lag und meine Erkältung ausliegen musste.
    „Einfach machen!“ ist auch mein Motto, und ich finds toll, das und wie ihr das hinbekommen habt. Hoffend auf eine Wiederholung:

    Silke, Grüße hier lassend.

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    • daklue sagte:

      Namaste lieber Christoph,

      ohne den Startschuss in Frankfurt und Deine Ermutigung für diese Idee, wäre das ganze garnicht möglich gewesen. Es braucht immer das eine UND das andere bis es richtig rund wird. Umsomehr freue ich mich Dich darüber kennengelernt und Yoga ein Stück weiter getragen zu haben.

      Liebe Grüße aus Düsseldorf,
      danni

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  1. […] mich an Yoga erinnert. Loslassen, Gedanken fließen lassen, aussteigen, die Sinne zurück ziehen, gemeinsam schweigen… alles bekannte Methoden, die ich im Yoga seit nun schon knapp 2,5 Jahren nach und nach […]

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