1. Feste Termine vereinbaren

Das Aussortieren sollte nicht zwischen Büro und Feierabendbierchen stattfinden, sondern bewusst. Es ist hilfreich sich dafür fest zu „verabreden“ und sich ein Kontingent an Zeit zu sichern. Mehr als 4 Stunden an einem Tag sollte man allerdings nicht investieren… irgendwann lässt die Konzentration nach und man wird schluderig. Ich bin z.B. sehr gut mit Sonntag nachmittags und einem Abend unter der Woche zurecht gekommen.

2. Aufteilung in Inseln

Um nicht im kompletten Chaos und nerviger Überanstrengung unterzugehen, ist es sehr hilfreich, die Wohnung in „Inseln“ zu unterteilen. Damit meine ich thematische Kategorien wie z.B. einzelne Orte (Bad, Kleiderschrank, Büro, Keller, etc.). Auf diese Art und Weise kann man sich besser auf ein Thema konzentrieren und sortiert dadurch auch effizienter aus. Immer wenn ich so vorgegangen bin, konnte ich mein Zeitfenster von max. 4 Stunden pro Tag halten und hatte jedes mal das Gefühl, etwas geschafft zu haben.

3. Zeitfrage stellen

Oft ging es mir so, dass ich an dem ein oder anderen Gegenstand hängen geblieben bin. Dieser kam mir dann fast wie neu vor, so lange hatte ich ihn nicht mehr benutzt. In dem Moment war es sehr hilfreich mir die Fragen zu stellen:

> Wie oft in den letzten 12 Monaten habe ich diesen Gegenstand gebraucht?
> Zu welchem Anlass werde ich dieses Kleidungsstück das nächste Mal tragen?
> Wenn mir dieser Gegenstand bis jetzt nicht gefehlt hat… wird er mir morgen fehlen?

4. Stufen der Entsorgung

Beim Aussortieren gibt es Dinge, die ohne lange darüber nachzudenken direkt in meinen Hausmüll gewandert sind (wie z.B. gelesene Zeitschriften). Für andere, eher ideelle Gegenstände (wie Fotos und alte Briefe) musste ich mir allerdings mehr Zeit nehmen. Ich habe meinen Weg der Entsorgung daher in 3 Stufen unterteilt: „weg damit!“, „später …“ und „behalten“. Das hat sich bei denErinnerungskisten bereits als sehr erfolgreich erwiesen.

5. Spendenort vorher festlegen

Erstaunlicherweise konnte ich mich leichter von materiellen Dingen trennen, wenn ich vorher festgelegt hatte, wem ich sie schenken oder spenden möchte. Beispielsweise habe ich im „Kaufhaus für Alle“ in Waldbröl angerufen und gefragt, was genau sie gebrauchen können, und woran es derzeit fehlt. Danach habe ich dann eine Kiste bereitgestellt und diese bewusst gefüllt.

6. Person auswählen

Noch einfacher fiel mir das Aussortieren besonders bei noch sehr gut erhaltenen Gegenständen oder Kleidungsstücken, wenn ich eine bestimmte Person vor Augen hatte. Es kann zum Beispiel helfen, wenn man vor dem Ausmisten nachschaut, wer im Freundes- und Bekanntenkreis bald Geburtstag hat oder ob man noch ein Mitbringsel braucht. Dadurch fiel es mir wesentlich leichter mich von Dingen zu trennen, die nicht mehr wirklich genutzt habe, die aber noch hochwertig waren. Darüber können sich in Zukunft dann Andere freuen.

7. Sparziel vor Augen haben

Gar keine Frage: wenn man weiß worauf man spart, fällt es leichter Dinge zu verkaufen. Anfangs tat ich mich schwer, makellose Gegenstände für wenig Geld beiebay & Co reinzustellen. Als ich dann aber merkte A) jemand anderes freut sich darüber, B) ich vermisse es nicht und C) mein Sparschwein füllt sich, war das Thema für mich durch. Den gesamten Erlös, den ich durch den Verkauf einige meiner Gegenstände erziele, lege ich brav beiseite für andere große Wünsche.

8. Platz schaffen

Nach einem Aussortier-Tag sitze ich oft ausgepowert vor meinem Werk und betrachte die Leere… was für erfüllendes Gefühl soviel Platz geschaffen zu haben. Bevor man diesen wieder mit neuen Dingen füllt,